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Content Creator werden: Alles, was du dafür wissen musst

© Adobe Stock | WesSide/peopleimages.com

Du schaust dir ein YouTube-Video an und denkst: Das könnte ich auch. Oder du scrollst durch TikTok, siehst jemanden über ein Thema reden, das dich selbst begeistert, und fragst dich: Warum eigentlich nicht ich?

Logisch, dass dieser Gedanke immer mehr Menschen kommt. Über 50 Millionen Menschen weltweit gelten als professionelle Content Creator, und rund 2 Millionen davon verdienen sechsstellige Jahresgehälter. Und das Schöne daran: Du brauchst weder ein Studium noch teure Technik oder eine bestehende Follower-Zahl, um anzufangen.

In diesem Artikel erfährst du, was ein Content Creator genau macht, wie der Einstieg funktioniert, was du verdienen kannst und worauf du aufpassen solltest.

Was ist ein Content Creator?

Ein Content Creator erstellt digitale Inhalte und veröffentlicht sie für ein bestimmtes Publikum. Das können Videos auf YouTube sein, Fotos auf Instagram, Artikel auf einem Blog, Podcast-Folgen oder kurze Clips auf TikTok. Wer das regelmäßig tut, ist ein Content Creator.

Was bedeutet „Content Creator“ auf Deutsch?

Wörtlich übersetzt heißt es „Inhaltsersteller“ oder „Inhaltsschöpfer“. Beides klingt etwas unbeholfen, weshalb der englische Begriff im Deutschen längst der Standard ist. In Stellenanzeigen, in der Branche und im Alltag sagt eigentlich jeder Content Creator.

Die verschiedenen Typen

Content Creator ist kein einzelner Beruf, sondern ein Sammelbegriff für sehr unterschiedliche Tätigkeiten:

  • YouTuber drehen Videos zu einem bestimmten Thema, ob Wissenschaft, Gaming, Finanzen oder Kochen. MrWissen2go hat damit Millionen Abonnenten aufgebaut, mit sachlichen Erklärvideos ganz ohne große Showeinlagen.
  • Blogger schreiben Texte für eine eigene Website oder ein Magazin. Blogs werden oft totgeredet, funktionieren aber nach wie vor sehr gut.
  • Podcaster produzieren Audioformate. Sie erzählen etwas zu ihrem Lieblingsthema, laden Interview-Gäste ein oder nehmen sich einfach im Gesrpäch auf. In den letzten Jahren gibt es in Deutschland immer mehr Podcaster.
  • Streamer gehen live, vor allem auf Twitch oder YouTube. Im Gaming-Bereich ist das ein eigenes Universum mit eigenen Regeln.
  • UGC Creator (User Generated Content) produzieren Inhalte direkt im Auftrag von Marken, zum Beispiel kurze Produktvideos oder authentische Testberichte. Diese Nische boomt gerade, weil Unternehmen echten, glaubwürdigen Content für ihre Kanäle brauchen und dafür zum Teil gut zahlen.
  • Digital Creator ist ein Begriff, den Meta (Instagram, Facebook) aktiv verwendet. Er beschreibt Creator, die primär auf digitalen Plattformen aktiv sind und ihren Lebensunterhalt damit verdienen,
  • Social Media Creator ist der Oberbegriff für alle, die hauptsächlich auf Social-Media-Plattformen posten, egal auf welcher.
Auch einen Podcast aufzunehmen, zählt zu Content Creation. (© Adobe Stock | Jacob Lund)

Was ist der Unterschied zwischen Content Creator und Influencer?

Die Begriffe werden ständig durcheinandergeworfen, aber sie bedeuten nicht dasselbe.

Content Creator stellt den Prozess in den Vordergrund. Wer Inhalte erstellt und veröffentlicht, ist ein Content Creator, egal ob jemand Tutorial-Videos dreht, Reiseberichte schreibt oder einen Podcast aufnimmt.

Influencer stellt die Wirkung in den Vordergrund. Influencer beeinflussen Kaufentscheidungen ihrer Follower, hauptsächlich über bezahlte Kooperationen mit Marken.

Viele Influencer sind natürlich auch Content Creator. Aber nicht jeder Content Creator ist ein Influencer. Ein Blogger, der detaillierte Tutorials schreibt, ist ein Content Creator. Dagi Bee, die Produkte auf Instagram bewirbt und damit die Kaufentscheidungen ihrer Follower beeinflusst, ist eine Influencerin, und gleichzeitig eine Content Creatorin. Der Unterschied ist nicht wertend. Beides sind legitime Wege, mit Inhalten Geld zu verdienen. Alles über den Influencer-Job gibt es hier: Was macht ein Influencer?

Was macht ein Content Creator? Aufgaben und Alltag

Videos drehen, ein bisschen posten, Kooperationsanfragen beantworten und dabei gut aussehen. So stellen sich viele den Alltag einer Content Creatorin vor. Die Realität sieht etwas anders aus. Der Job macht Spaß, keine Frage. Aber er ist auch ein richtiger Job, mit Planung, Deadlines und manchmal ganz schön viel Kleinkram.

Planung steht am Anfang. Welche Themen interessieren die Zielgruppe? Was funktioniert gerade auf der Plattform? Viele Creator führen einen Redaktionsplan, ähnlich wie eine kleine Redaktion.

Produktion ist das eigentliche Handwerk: texten, filmen, fotografieren, schneiden, Grafiken erstellen. Was genau anfällt, hängt vom Format ab. Ein Podcaster braucht andere Fähigkeiten als eine Instagram Creatorin.

Veröffentlichung klingt simpel, ist aber mehr als “Beitrag posten”. Gute Titel, Beschreibungen, Hashtags, Posting-Zeiten: Das alles beeinflusst, wie viele Menschen den Inhalt überhaupt zu sehen bekommen.

Community-Management bedeutet Kommentare lesen und beantworten, Fragen stellen, auf Nachrichten reagieren. Wer eine echte Bindung zu seinem Publikum aufbaut, hat langfristig deutlich mehr davon als jemand, der einfach nur hochlädt und verschwindet.

Analyse schließt den Kreislauf. Was hat funktioniert? Welche Beiträge wurden kaum angeklickt? Welche haben überraschend viele Shares bekommen? Diese Zahlen sind kein Selbstzweck, sie zeigen dir, in welche Richtung du dich weiterentwickeln kannst.

Abends noch schnell Kommentare und Mails checken? Gehört dazu! (© Adobe Stock | luckybusiness)

Ein typischer Tag einer Content Creatorin

Da sich die Arbeitstage von Creator zu Creator drastisch unterscheiden und jeder seinen eigenen Tagesablauf aufbaut, gibt es keine Zauberformel, die immer funktioniert. Dein zukünftiger Arbeitstag könnte in den ersten Wochen so aussehen:

09:00 Uhr: E-Mails checken, Kooperationsanfragen sichten

10:00 Uhr: Video drehen, heute ein Produkttest für einen Auftrag

13:00 Uhr: Mittagspause, nebenbei Kommentare beantworten

14:00 Uhr: Schnitt des gestrigen Videos

16:00 Uhr: Content für morgen planen, Reel-Text schreiben

18:00 Uhr: Post live stellen, Interaktionen beobachten

Wichtig zu betonen ist jedoch, dass kein Tag wie jeder andere aussehen muss und wird. Während du heute um 09:00 E-Mails checkst, hast du morgen um dieselbe Zeit vielleicht schon den nächsten Trend entdeckt und arbeitest fleißig an einem neuen Konzept. Fest steht: Content Creation ist kein Hobby, das sich von selbst erledigt.

Welche Ausbildung braucht man als Content Creator?

Kurz gesagt: keine. Content Creator ist kein geschützter Beruf, es gibt keine Zulassungsprüfung und kein Mindest-Zeugnis, das du vorweisen müsstest. Damit meinen wir nicht, dass man einfach gar nichts braucht. Wer gut werden will, muss trotzdem etwas lernen. Nur eben keinen bestimmten Abschluss.

Was hilft, auch ohne Studium

Ein Studium in Mediendesign, Journalismus, Kommunikationswissenschaft oder Marketing gibt dir ein solides Fundament. Das ist besonders nützlich, wenn du irgendwann festangestellt als Content Creator arbeiten möchtest. Aber ein Muss ist es nicht.

Was viele Creator stattdessen machen:

  • Online-Kurse auf Plattformen wie Coursera, Skillshare oder LinkedIn Learning
  • IHK-Zertifikate im Bereich Social Media oder Online-Marketing
  • YouTube-Tutorials (ja wirklich!). Viele der besten Creator haben sich ihr Handwerk genau so selbst beigebracht
  • Einfach anfangen und aus den eigenen Fehlern lernen

Quereinsteiger sind ausdrücklich willkommen

Rezo hat Informatik an der TU Dortmund studiert und mit Bestnoten abgeschlossen – und wurde danach zu einem der bekanntesten politischen YouTube-Creator Deutschlands. Viele erfolgreiche Creatorinnen und Creator kommen aus vollkommen anderen Berufen, zum Beispiel als Lehrerin, Handwerker oder Krankenschwester. Ihre Lebensrealität ist oft genau das, was ihr Publikum interessiert.

Konsistenz schlägt Zertifikat. Wer regelmäßig gute Inhalte macht und dabei bleibt, kommt weiter als jemand, der einen teuren Kurs gemacht hat und danach nichts veröffentlicht.

Wann darf man sich Content Creator nennen?

Sofort.

Der Beruf ist nicht geschützt, es gibt keine Zulassung und keine Instanz, die dir den Titel verleihen oder verweigern könnte. Sobald du regelmäßig Inhalte veröffentlichst, bist du ein Content Creator. Ob du fünfzig oder fünfzigtausend Follower hast, spielt dabei keine Rolle.

Was gibt es rechtlich zu beachten?

Sobald du mit deinen Inhalten Geld verdienst, auch wenn es der erste Euro ist, solltest du das steuerlich und rechtlich im Blick behalten. In den meisten Fällen bedeutet das: Gewerbe anmelden oder prüfen lassen, ob Freiberufler-Status möglich ist. Was das konkret bedeutet, erklären wir weiter unten im Abschnitt Gewerbe, Steuern und Recht.

Content Creator werden: So startest du Schritt für Schritt

Viele warten auf den perfekten Moment. Besseres Equipment, mehr Zeit, mehr Selbstvertrauen. Den perfekten Moment gibt es nicht. Aber einen guten Start schon. So könnte er aussehen:

1. Nische finden

Was interessiert dich wirklich? Nicht: Was ist gerade trendy? Sondern: Worüber könntest du stundenlang reden, ohne zu merken, wie die Zeit vergeht?

Je spezifischer, desto besser, vor allem am Anfang. „Kochen“ ist schwer zu besetzen. „Vegane Rezepte unter 20 Minuten für Berufstätige“ ist eine Nische, in der du sichtbar werden kannst.

Content Creator für Urlaub und Reisen zu sein, ist für viele ein echter Traumjob. Aber ist das wirklich deine Nische? (© Adobe Stock | shintartanya)

2. Plattform wählen: eine zuerst

Nicht alle Plattformen gleichzeitig, das überfordert. Wähle eine und lerne sie kennen:

  • YouTube: die meistgenutzte Videoplattform überhaupt. Laut Kontor4 kommen über 100 Millionen Nutzer aus Deutschland (mehrere Accounts pro Person möglich) monatlich auf YouTube – gut für längere Erklärvideos, Tutorials und Vlogs.
  • Instagram: visueller Content, Reels und Stories. Laut ARD/ZDF-Medienstudie 2024 ist Instagram die meistgenutzte Social-Media-Plattform in Deutschland.
  • TikTok: Kurzvideos, enorm schnell gewachsen, besonders stark bei unter 30-Jährigen. Laut Bitkom Research nutzt rund jeder dritte deutsche Internetnutzer TikTok.
  • Podcast: gut für Gesprächsformate, Interviews oder Meinungssendungen.
  • Blog: gut für ausführliche Texte, SEO-Reichweite und tiefergehende Themen.

Laut Bitkom Research nutzen über 54 Millionen Deutsche aktiv soziale Netzwerke. Das Publikum ist da. Die Frage ist nur, auf welcher Plattform es auf dich wartet.

3. Loslegen, auch ohne perfektes Equipment

Das Handy reicht für den Start. Viele Creator, die heute mit professionellem Studio drehen, haben mit der Smartphone-Kamera in schlechtem Licht angefangen. Dagi Bee hat das getan. MrWissen2go hat das getan. Der Inhalt zählt mehr als die Technik.

4. Regelmäßig posten

Lieber einmal die Woche konstant als fünfmal und dann zwei Monate nichts. Algorithmen mögen Regelmäßigkeit. Dein Publikum auch.

5. Auswerten und anpassen

Nach vier Wochen: Schau dir die Zahlen an. Welcher Beitrag wurde am häufigsten geteilt? Welcher kaum geklickt? Das sind keine Urteile über dich, das sind Informationen, mit denen du besser wirst.

Du möchtest das erstmal nebenberuflich angehen? Sehr vernünftig. Viele der bekanntesten Creator haben jahrelang parallel zu einem Hauptjob veröffentlicht, bis es für den Vollzeitsprung gereicht hat.

Was verdient ein Content Creator?

Diese Frage stellen sich fast alle, die mit dem Gedanken spielen, Content Creator zu werden. Die ehrliche Antwort: Es kommt sehr darauf an, wie du es machst und was du dir dabei aufbaust. Hier ist ein realistischer Überblick, ohne falsche Versprechen.

Festangestellt als Content Creator

Wer in einem Unternehmen, einer Agentur oder einem Medienhaus als Content Creator in einer Vollzeitstelle arbeitet, bekommt ein geregeltes Gehalt. Laut Glassdoor, dem Entgeltatlas der Arbeitsagentur und jobted.com sieht das in Deutschland (2025) so aus:

  • Einstieg: ca. 2.280 bis 2.500 € brutto pro Monat
  • Durchschnitt: ca. 2.900 bis 3.400 € brutto pro Monat
  • Mit Erfahrung: ab 4.000 € brutto pro Monat

Das ist ein solider Content Creator Job mit geregelten Arbeitszeiten, Krankenversicherung und Urlaub. Für viele, besonders am Anfang, eine sehr gute Option. Wichtig ist nur: Wie viel Geld du am Ende wirklich bekommst, hängt immer davon ab, wie gut du bist und was du schon alles kannst.

Selbstständig oder freiberuflich

Hier ist die Spanne viel größer. Am Anfang oft null Euro. Der Aufbau braucht Zeit, meist Monate, manchmal Jahre. Wer dann eine Reichweite hat, kann über verschiedene Wege Geld verdienen:

  • Sponsorings und Kooperationen: Unternehmen zahlen für Posts oder Videos
  • YouTube AdSense: Werbeeinnahmen über YouTube
  • Affiliate Marketing: Provision für jeden Kauf über deinen Link
  • Eigene Produkte: Kurse, Bücher, Merchandise
  • UGC-Aufträge: Unternehmen buchen dich direkt für Content-Produktion, auch ohne große Reichweite

Weltweit verdienen rund 2 Millionen Creator sechsstellige Jahresgehälter (Goldman Sachs Research, 2023). Das klingt nach viel, ist aber gemessen an 50 Millionen professionellen Creatorn ein kleiner Anteil. Und die, die es geschafft haben, haben fast alle jahrelang aufgebaut.

Niemand wird über Nacht erfolgreich. Das klingt wie ein Spruch auf einem Motivations-Poster, aber in dieser Branche stimmt er wirklich.

Content Creator als Job: Gewerbe, Steuern und Recht

Kein Abschnitt auf einer Casting-Plattform ersetzt einen Steuerberater, das sei klar gesagt. Aber es schadet nicht, die Grundbegriffe zu kennen, bevor dich plötzlich eine Rechnung vom Finanzamt überrascht.

Festangestellt vs. selbstständig

Als festangestellter Content Creator arbeitest du für ein Unternehmen, bekommst ein fixes Gehalt und kümmerst dich kaum selbst um Steuern und Versicherungen. Als Selbstständiger oder Freiberufler bist du dein eigener Chef, mit allem, was dazu gehört.

Gewerbe anmelden: ab wann?

Sobald du mit deinen Inhalten Geld verdienst, solltest du prüfen, ob du ein Gewerbe anmelden oder als Freiberufler tätig sein kannst. Das hängt von deiner Tätigkeit ab. Texten und journalistische Arbeit gilt oft als freiberuflich, reine Vermarktungstätigkeit oder der Verkauf von Produkten meist nicht. Im Zweifel lohnt sich eine kurze Rückfrage beim Finanzamt oder einem Steuerberater.

Selbstständige Content Creator müssen sich auch um den „Papierkram“ kümmern. (© Adobe Stock | nenetus)

Werbung kennzeichnen: Pflicht, keine Option

Wenn du für einen Post bezahlt wirst oder Produkte kostenlos bekommst und darüber schreibst, muss das als Werbung erkennbar sein. In Deutschland schreibt das UWG (Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb) und der Medienstaatsvertrag klipp und klar vor: Es muss „Werbung“ oder „Anzeige“ heißen, gut sichtbar am Anfang des Beitrags. Das englische #ad gilt in Deutschland als rechtlich nicht ausreichend und kann zu Abmahnungen führen. Wer das von Anfang an richtig macht, hat keine Probleme. Es sind wirklich nur ein paar Zeichen mehr im Posting.

Für alle Details zu Steuern und Recht: Bitte einen Steuerberater aufsuchen. Das lohnt sich.

Erste Aufträge finden: Wie casting.de dir helfen kann

Du hast angefangen, du postest regelmäßig, und jetzt? Erste bezahlte Aufträge zu finden ist oft die größte Hürde.

Casting-Agenturen und Plattformen wie FAMEONME oder casting.de vermitteln genau das: erste Aufträge für Content Creator und UGC Creator, auch ohne große Reichweite. Unternehmen suchen authentischen Content und brauchen dafür keine hunderttausend Follower.

Leg dir kostenlos ein Profil auf fameonme.de an und schau, welche Aufträge gerade ausgeschrieben sind oder schreibe uns eine Nachricht unter mail@casting.de. Es kostet nichts und dauert ein paar Minuten. Aber Vorsicht: Im Content Creator Business gibt es leider auch viele schwarze Schafe. Wenn jemand Geld von dir verlangt, bevor du irgendeinen Auftrag bekommst: Finger weg. Seriöse Agenturen und Plattformen verlangen keine Vorauszahlungen. Wie du seriöse Anbieter erkennst und dich vor Betrug schützt, erklären wir in unserem Artikel: Seriöse Casting Agenturen erkennen.

FAQ: Häufige Fragen zum Thema Content Creator werden

Wie viel verdient man als Content Creator?

Als festangestellter Content Creator in Deutschland liegt das Einstiegsgehalt bei ca. 2.280 bis 2.500 € brutto pro Monat. Mit Erfahrung sind ab 4.000 € brutto drin (Quelle: Glassdoor, Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit

Selbstständige Creator verdienen am Anfang oft noch gar nichts, der Aufbau braucht Zeit. Wer eine solide Reichweite hat, kann über Sponsorings, AdSense, Affiliate-Links und eigene Produkte sehr unterschiedlich viel verdienen. Eine typische Zahl gibt es nicht, weil die Spanne riesig ist.

Wann darf man sich Content Creator nennen?

Sofort. Der Begriff ist nicht geschützt, es gibt keine Zulassung und keine Mindest-Followerzahl. Sobald du regelmäßig Inhalte veröffentlichst, kannst du dich Content Creator nennen.

Gewerblich relevant wird es erst, wenn du damit Geld verdienst. Dann solltest du prüfen, ob du ein Gewerbe anmelden oder Freiberufler-Status beantragen musst.

Welche Ausbildung braucht man als Content Creator?

Keine Pflichtausbildung. Content Creator ist kein geschützter Beruf. Hilfreich ist ein Studium oder eine Ausbildung in Mediendesign, Marketing, Journalismus oder Kommunikation.

Wer das nicht hat, kann sich über Online-Kurse, IHK-Zertifikate oder einfach durch Ausprobieren weiterbilden. Quereinsteiger sind in dieser Branche die Regel, nicht die Ausnahme.

Was ist ein Content Creator?

Ein Content Creator erstellt digitale Inhalte, also Videos, Texte, Fotos oder Podcasts, und veröffentlicht sie auf Plattformen wie YouTube, Instagram, TikTok oder einem Blog.

Der Begriff ist ein Oberbegriff für viele verschiedene Berufe, von YouTuber über Blogger bis zu UGC Creator und Podcasterin.

Was ist der Unterschied zwischen Content Creator und Influencer?

Ein Content Creator erstellt Inhalte, der kreative Prozess steht im Vordergrund. Ein Influencer beeinflusst Kaufentscheidungen seiner Follower, oft durch bezahlte Kooperationen mit Marken.

Viele Influencer sind auch Content Creator, aber nicht jeder Content Creator ist ein Influencer. Mehr dazu gibt es in unserem Artikel: Was macht ein Influencer?

Wer darf sich Content Creator nennen?

Jeder. Es gibt keine Berufsschutzregelung, keine Prüfung und keinen offiziellen Abschluss, der dazu nötig wäre. Wer Inhalte erstellt und veröffentlicht, egal auf welcher Plattform und in welchem Umfang, ist ein Content Creator.

Wie verdient ein Content Creator Geld?

Mehrere Wege sind möglich: Sponsoring und Kooperationen mit Marken, YouTube AdSense, Affiliate Marketing, eigene Produkte wie Kurse oder Bücher, UGC-Aufträge von Unternehmen sowie Festanstellung als Content Creator in einer Firma oder Agentur.

Kann jeder Content Creator werden?

Ja. Es gibt keine formalen Voraussetzungen, kein Mindestalter (abgesehen von Plattform-Richtlinien) und keine nötige Reichweite.

Was du brauchst: ein Thema, das dich wirklich interessiert, eine Plattform, auf der du startest, und die Bereitschaft, regelmäßig dranzubleiben. Der Rest kommt mit der Zeit.

Was brauche ich, um Content Creator zu werden?

Im Grunde reichen drei Dinge für den Start: ein Smartphone, ein Thema, über das du etwas zu sagen hast, und eine Plattform, auf der du anfängst zu posten.

Professionelle Kamera, Schnittsoftware und Beleuchtung kommen irgendwann dazu, aber nicht am ersten Tag. Wer auf Perfektion wartet, fängt oft nie an.

Über den Autor
Andreas Donat

Geschäftsführer, FAMEONME Casting GmbH

Andreas Donat startete nach seiner Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann in die „Welt der Medien“ und arbeitete dort für die TV-Produktion Endemol Deutschland in der Casting-Redaktion von „Wer wird Millionär“. Nach zahlreichen Live-Besuchen von TV-Produktionen – aus Interesse am Medium Fernsehen – verschlug es ihn nach Aschaffenburg zur Agentur Promikativ, die sich auf die Vermarktung von Prominenten (u.a. Kai Pflaume) spezialisiert hat. Dort absolvierte er berufsbegleitend ein Studium der Kommunikationswirtschaft an der Akademie für Marketing-Kommunikation in Frankfurt am Main. Als Geschäftsführer von FAMEONME Casting ist Andreas Donat schwerpunktmäßig für die Projekt-Leitung (Fernsehen) sowie für alle im Zusammenhang mit dem Online-Portal stehenden Aufgaben verantwortlich.

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